vwd group: Intuitiv zu bedienende Benutzerschnittstelle im Web
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Die vwd group mit Hauptsitz in Frankfurt liefert Marktdatensysteme, browserbasierte Applikationen und umfassende Portfoliomanagement-Lösungen für über 40.000 Anwender aus Banken, Sparkassen, Vermögensverwaltungen und Unternehmen. Die neue Version ihres webbasierten Realtime-Marktdatensystems „vwd market manager financials [web]“ wurde mit Hilfe des Präsentationsservers Flex von Adobe grundlegend optimiert. So konnten schnell und kostensparend zusätzliche Features und eine intuitiv zu bedienende Benutzerschnittstelle für die Berater mit einem Flash-Frontend realisiert werden.
Eingesetzte Produkte: Adobe Flex
Sparkassen- und Bankkunden, die ihr Geld anlegen wollen, sind heute meist schon sehr gut informiert und bereiten ihre Entscheidung intensiv vor. Empfehlungen der Anlageberater müssen deshalb immer häufiger detailliert begründet werden, um den wachsenden Ansprüchen dieses Kundenkreises zu genügen. Das Beraterterminal „vwd market manager financials“ und die webbasierte Lösung „vwd market manager financials [web]“, mit der flächendeckend die Beratungsarbeitsplätze in den Filialen oder im Call Center über das institutseigene Intranet mit aktuellen Informationen versorgt werden, liefern das notwendige Wissen für einen optimalen Kundenservice.
Das Wertpapier-Informationssystem stellt in Echtzeit alle benötigten Daten auf Knopfdruck zur Verfügung und bündelt dazu unter einer Oberfläche aktuelle Kurse, Wirtschaftsnachrichten, Depotinformationen sowie hausinterne Datenquellen. Watchlists, Intraday-Charts, Symbol-Search, Arbitragemasken, Kurslisten, Steckbriefe und eine Depotverwaltung erleichtern dabei den Anlageberatern den schnellen Überblick. „Das System lässt sich einfach und intuitiv bedienen und bietet eine maßgeschneiderte Informationszusammenstellung“, sagt John Weber, Vice Executive Director Technology Solutions in der vwd group und Geschäftsführer der Tochterfirma GeVaSyS mit Sitz in Herzogenrath bei Aachen.
Komplette Wertschöpfungskette in der Informationsdarstellung
Die vwd group ist jetzt der größte deutsche Anbieter von Finanzinformationslösungen und wurde 2004 im Rahmen eines Management-Buy-Ins neu formiert. Im Fokus der Gruppe stehen an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichtete Lösungen in den Business Units Marktdaten (Market Data Solutions), Technologie (Technology Solutions) und Marketing (Specialised Marketing Solutions) für Finanzdienstleister, Medienunternehmen, Industrie und Handel sowie für Privatanleger. „Damit decken wir die Produktpalette im Informationsdarstellungsbereich sauber ab und verfügen über eine durchgängige Wertschöpfungskette“, sagt Achim Beisswenger, Director of Product & Business Development bei der vwd group.
Das Spektrum der angebotenen Produkte und Dienstleistungen reicht dabei von aktuellen Kursen und Preisen für Aktien, Fonds, Zertifikate oder Devisen, die börsentäglich für 40.000 Anwender auf deren Terminals oder PCs geliefert werden, über aktuelle Wirtschaftsnachrichten bis hin zu komplett gestalteten Börsenseiten für derzeit 43 Tageszeitungen und Finanzmagazine. Tochterunternehmen wie business sector AG, gatrixx NetSolutions GmbH,.market maker Software AG, Quotrix AG, b.i.s. börsen-informations-systeme AG, DGAP Deutsche Gesellschaft für Ad hoc-Publizität mbH oder GeVaSyS Gesellschaft für verteilte Anwendungssysteme mbH sind dabei jeweils für bestimmte Aufgaben zuständig.
Der in verschiedenen Varianten für die unterschiedlichen Zielgruppen maßgeschneiderte „vwd market manager financial“ ist heute als Terminallösung bei rund 50 Geldinstituten an mehreren tausend Arbeitsplätzen in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz im Einsatz. „Bei einigen Kunden migrieren wir gerade auch erst von einem Vorgängersystem auf diese Lösung“, erläutert John Weber. Die webbasierte Version des Realtime-Marktdatensystems wird unter anderem von dem Online-Finanzdienstleister E*TRADE und einer Reihe von Sparkassen genutzt. Alleine die Landesbank Baden-Württemberg setzt es auf über 1000 Arbeitsplätzen ein. Auf Wunsch übernimmt die vwd group auch das Hosting des kompletten Systems auf performanten und redundant ausgelegten Servern.
Rich-Internet-Applikationen ersetzen statische HTML-Lösungen
Die Bereitstellung von Echtzeitdaten, die den Anlageberatern in den Instituten den entscheidenden Informationsvorsprung geben, ist allerdings bei der webbasierten Lösung keine einfach zu lösende Aufgabe. Bei der bisher verwendeten HTML-Technologie erfordert die Darstellung eines geänderten Börsenkurses jedes Mal das Laden der gesamten Seite. „Das kostet nicht nur Zeit und Übertragungsbandbreite, sondern ist auch nicht sehr bedienungsfreundlich“, weiß Weber.
Da das Rich-Internet-Team der GeVaSyS in der Vergangenheit schon umfassende Erfahrungen bei der Konzeption, dem Design, der Implementierung, dem Tuning und dem Optimieren so genannter Rich-Internet-Anwendungen für die Finanzdienstleistungsbranche gesammelt hat, lag deren Einsatz bei der Planung der nächsten Version des „vwd market manager financials [web]“ nahe. Die Benutzer erhalten bei diesen Webapplikationen, die den weit verbreiteten Flash Player zur Wiedergabe nutzen, ein unmittelbares Feed-back, gleitende Übergänge zwischen den unterschiedlichen Zuständen und ihrer Darstellung sowie einen reibungslosen, unterbrechungsfreien Arbeitsablauf. Auch die Darstellung von „Realtime Push-Daten“ ist mittels der eingesetzten Technologie möglich und befreit somit den Anwender vom ständigen Neuanfordern der Informationsseiten und den damit verbundenen Wartezeiten.
Realisiert werden können solche Rich-Internet-Applikationen (RIA) mit Hilfe des Präsentationsservers Adobe Flex. Er basiert auf offenen Standards und stellt den Entwicklern eine bewährte Programmiermethodologie zur Verfügung. Flex wird auf vorhandenen Applikationsservern installiert und besteht aus einem kompletten Framework inklusive einer Klassenbibliothek und der Laufzeitumgebung. Die damit entwickelten RIAs benötigen durch ihre geringe Größe nur wenig Übertragungsbandbreite, bieten mehr Funktionalität und laufen auf allen verbreiteten Server- und Desktop-Betriebssystemen. Firewalls und andere Sicherheitsmaßnahmen – im sensiblen Bankenumfeld ein wichtiges Thema – stellen kein Hindernis für die Darstellung von Streaming-Medien dar.
Eine Reihe von Gründen sprechen für Adobe Flex
Drei entscheidende Gründe für den Einsatz von Adobe Flex bei der Optimierung der Webvariante des „vwd market manager financials [web]“ zählt John Weber auf:
1. Mit diesem Werkzeug lassen sich sehr ansprechende und intuitiv zu bedienende
Benutzerschnittstellen gestalten, die zur Darstellung lediglich den Flash Player
benötigen. Dieser ist weltweit auf über 98 Prozent aller Rechner mit
Internet-Anschluss installiert und steht damit plattformübergreifend auch bei den
vwd-Kunden bereits zur Verfügung. Zusätzliche Software-Downloads, deren
Installation unter Umständen Administratorenrechte erforderlich machen, sind nicht
erforderlich. Das senkt die Kosten für die Geldinstitute beträchtlich.
2. Push-Daten, die als permanenter Datenstrom in die Anwendung eingespeist werden,
lassen sich effizient darstellen – ohne Zeitverzögerung und dem sonst erforderlichen
Neuaufbau der kompletten Seite.
3. Ein höheres Maß an Interaktivität für den Benutzer ist realisierbar. Dadurch, dass sich die Anwendungslogik bei einer Rich-Internet-Applikation im Client – und nicht wie bei
einer HTML-Anwendung auf dem Server – befindet, ist eine sofortige Reaktion auf
Eingaben möglich. Etwa, wenn der Anwender eine neue Spalte in eine Tabelle
hinzufügen will. Dies ist nun einfach per Drag & Drop möglich.
„Als Teil unserer Flash Plattform lassen sich mit Adobe Flex neuartige Anwendungen entwickeln, die die Interaktivität von Desktop-Software mit der plattformübergreifenden Reichweite des Web verbinden“, bringt Stefan L. Prestele, Senior Manager bei Adobe Central Europe in München, den RIA-Ansatz auf den Punkt. Weltweit hätten schon eine Reihe von Finanzdienstleistungsunternehmen deren Vorteile erkannt und – sowohl für den internen Einsatz als auch für die Nutzung durch die Endkunden – in den vergangenen Monaten entsprechende Applikationen auf den Markt gebracht.
„Untersuchungen zeigen, dass die verbesserte Benutzerfreundlichkeit zu weniger Abbrüchen während der Transaktionen und damit zu höheren Umsätzen führt“, berichtet Prestele. Ein weiterer Vorteil von Adobe Flex sei die äußerst effiziente und kostensparende Art und Weise, mit der Rich-Internet-Applikationen in kürzester Zeit realisiert werden können. Prestele: „Gerade in solchen Branchen wie dem Finanzdienstleistungsbereich, wo eine kurze Time-to-Market-Spanne oft wettbewerbsentscheidend ist, ein nicht zu unterschätzender Faktor“.
Drastische Reduzierung des Entwicklungsaufwands
Mit der nächsten Version des Präsentationsservers, die sich zur Zeit im Alphatest befindet und im Jahr 2006 marktreif sein wird, ist hier noch einmal ein weiterer Leistungssprung möglich. Denn im Zusammenhang mit dem neuen Flash Player 9 werden für die Anwendungen rasante Performancesteigerungen erwartet. „Der Unterschied zwischen Desktop-Lösungen und Webapplikationen schrumpft immer mehr“, ist der Adobe-Manager überzeugt. Aber auch die Entwicklungszeiten sollen sich mit Flex 2.0 noch weiter verkürzen: Durch die nahtlose Einbindung in die Open-Source-Entwicklungsumgebung Eclipse und die Einbindung von automatisierten Testverfahren können die Programmierer ihren gewohnten „Werkzeugkasten“ benutzen und so weitere Zeit sparen.
Das bestätigt auch John Weber: „Schon heute können wir mit Flex wesentlich effizienter gegenüber einer vergleichbaren Java-Entwicklung agieren und haben auch ein schnelleres Time-to-Market“. Aber vor allem bei der späteren Wartung der Anwendungen zahlt sich die plattformübergreifende Flash-Benutzerschnittstelle aus, da sich die Pflege deutlich vereinfacht. Ein wichtiges Element des „market manager financials“ sind die so genannten vwd-Pages, die einen schnellen Überblick und die einfache Navigation durch das umfangreiche Content-Universum ermöglichen. Diese vordefinierten Seiten präsentieren zum Beispiel bestimmte Märkte mit den wichtigsten Indizes und Währungspreisen und können von den Beratern entsprechend interaktiv genutzt werden. „Mit Flex lassen sich die vwd-Pages so darstellen, dass diese auch im professionellen Bereich bei den Anwendern große Akzeptanz finden“, freut sich Achim Beisswenger.
Bereits in einer Bank existierende Applikationen lassen sich auf Grund der modernen Architektur leicht in den „market manager financials [web]“ integrieren. Umgekehrt kann vwd aber auch einzelne Komponenten aus der Lösung z.B. für eine Website der Bank zur Verfügung stellen. „Dank der mit Flex möglichen komponentenbasierten Entwicklung haben wir ein hohes Maß an Flexibilität und können den jeweiligen Workflow des Kunden optimal unterstützen“, sagt Beisswenger. Etwa wenn ein bereits existierendes Content-Management-System zur Darstellung von Charts oder einem Börsen-Ticker genutzt werden soll.
Webconferencing wird nahtlos in das Informationssystem integriert
Die komponentenbasierte Entwicklung schafft aber auch Raum für die problemlose Integration weiterer Anwendungen. So arbeiten die Entwickler bereits an neuen Analyselösungen für Finanzanlageprodukte wie etwa Derivate. Auch die nahtlose Einbindung des Webconferencing-Systems Adobe Breeze ist geplant. Es soll vor allem den Beratern im Private-Banking-Bereich einen schnellen und kostensparenden persönlichen Kontakt zu ihren Kunden ermöglichen. Auch Beratungsgespräche zu komplexeren Themen, wie etwa im Bereich Vermögensverwaltung oder Baufinanzierung, können darüber in hoher Qualität online abgewickelt werden und ein Besuch des Kunden in der Bankfiliale ist nicht mehr unbedingt notwendig.
Ein anderes konkretes Einsatzgebiet für das Breeze-Modul ist der so genannte „Morning Call“, mit dem heute in den meisten Großbanken Analysten die Anlageberater des Instituts täglich auf den aktuellen Stand des Geschehens an der Börse bringen und ihnen Verkaufstipps geben. Kleinere Finanzdienstleister, die bisher diese Möglichkeit noch nicht haben, erhalten nun ebenfalls die Chance zu einer kostengünstigen und effizienten Steigerung ihrer Beratungsqualität. Die Einbindung der Webkonferenz erfolgt über den in „vwd market manager financials enthaltenen Webbrowser. Da Breeze wie die gesamte Flex-Applikation zur Darstellung den Flash Player nutzt, lässt sich das Webconferencing-Modul nahtlos in die Benutzeroberfläche integrieren. „Sogar der sonst übliche Browserbalken ist nicht mehr sichtbar“, erläutert John Weber.
Die komponentenbasierte Entwicklung der Lösung bietet aber auch noch einen weiteren Vorteil: Kunden, die nur Teile des Produktes benötigen, müssen nicht mehr das gesamte System kaufen. Damit haben auch kleinere Geldinstitute die Möglichkeit des Zugriffs auf die benötigten Daten in Echtzeit. Denn der „vwd market manager financials [web]“ ist zwischen den High-End-Terminallösungen und den HTML-basierten Web-Informationssystemen angesiedelt, wie sie zum Beispiel auch Reuters, Bloomberg oder IS Teledata anbieten. „Mit Adobe Flex haben wir eine effiziente Lösung entwickelt, die weit über die Möglichkeiten einer statischen HTML-Anwendung hinausgeht und vor allem den Anlageberatern in den Filialen die benötigten Echtzeit-Informationen und Analyseinstrumente in einer intuitiv zu bedienenden Form über das Intranet zur Verfügung stellt“, ist Achim Beisswenger überzeugt.
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Tags:Multimedia, Web