SBB Cargo Partnerschaft mit RHI: Leidenschaftlich umweltbewusst
RHI [PDF-Datei 0,10MB]
Wer sich fernab der Autostraßen von der Steiermark aus in Richtung Gardasee aufmacht, wird in den Österreichischen Alpen vielleicht auf Ewald Rampler treffen. Denn energiesparendes Verhalten ist für den passionierten Mountainbiker „fast ein Hobby”, wie er schmunzelnd eingesteht. Der häufige Tritt in die Pedale ist da nur konsequent - genauso wie die Tatsache, dass Rampler auch als Mitarbeiter der Abteilung Supply Chain Management, zuständig für Inbound-Logistik in der RHI, Wert darauf legt, die Umwelt nicht über Gebühr zu belasten.
Das traditionsreiche Unternehmen stellt auf der Basis von Magnesit oder Dolomit feuerfeste Steine und Massen her, mit denen unter anderem Konverter sowie Schmelz- und Brennöfen ausgekleidet werden. In den letzten 40 Jahren wurden in der RHI viele Innovationen initiiert, die das Unternehmen zum Technologieführer in der Branche gemacht haben. RHI agiert aber auch besonders nachhaltig, etwa durch hohe laufende Investitionen in Abgasreinigung, Abwärmerückgewinnung, Lärmschutz oder den Einsatz schadstoffoptimierter Rohstoffe.
„Das ist ein kontinuierlicher Prozess, den wir in unseren Produktionsstätten im Ausland ebenfalls leben”, unterstreicht Ewald Rampler. Diesem Zweck dient auch ein eigenes Technologiezentrum mit 200 Spezialisten, die Produkt- und Prozessinnovationen entwickeln.
Preisgekröntes Logistikkonzept.
Bei 32 Standorten auf vier Kontinenten spielt die Transportlogistik eine wesentliche Rolle. Mit dem erklärten Ziel, möglichst häufig die Schiene als klimagünstigen Verkehrsweg zu nutzen, sind viele Herausforderungen verbunden: die Vermeidung von Leerfahrten, die Verfügbarkeit des gerade benötigten Equipments oder die Bewältigung der letzten Meile. Ein eigenes Supply-Chain-Netzwerk namens BALLON (Balanced Logistic Networking), das die österreichischen Standorte in ein Rundlaufkonzept integriert, sollte hier Abhilfe schaffen.
Dabei werden die Rohstoffe mit einem Binnenschiff in das Zwischenlager geliefert, auf Abruf mit einem Ganzzug zu einem Terminal gebracht und von dort aus per LKW zu den vier Produktionsstandorten befördert. Die Fertigware wird schließlich per Bahn wieder Richtung Binnenhafen verbracht. „Wir haben dafür einen innovativen Container entwickelt, der sowohl Schüttgüter also auch palettierte Fertigware fassen kann”, berichtet Rampler. 3.000 Tonnen CO2-Emissionen werden durch die Integration jedes Jahr vermieden und das Equipment wird nahezu vollständig ausgelastet. Das österreichische Bundesministerium für Transport und Innovation hat diese Lösung im Jahr 2005 mit dem Staatspreis für Transportlogistik ausgezeichnet.
Zuverlässiger Partner gefunden.
Um die Rohstoffanlieferung für den deutschen Produktionsstandort Mainzlar umweltfreundlich zu gestalten, hat RHI in SBB Cargo den richtigen Partner gefunden. „Wir konnten die Transporte vom Binnenhafen Andernach lange Zeit nur per LKW abwickeln, weil Equipment, Termintreue und Preise bei anderen Bahndienstleistern nicht unseren Vorstellungen entsprachen”, blickt Rampler zurück. Die ärgerliche Folge: Durch die zusätzlich notwendigen Umladungen vom Schiff auf den LKW fielen Staubbelastungen an, die eigentlich vermeidbar gewesen wären.
Verantwortungsvolle Zusammenarbeit.
„Doch nun übernimmt SBB Cargo die volle Verantwortung für den Transport”, zeigt sich Rampler begeistert. Durch den Einsatz eines Ganzzuges geht der Transport beim Rohstofflieferanten auf die Schiene und wird im Werk direkt von der Schiene in die Produktionsanlagen verladen. Im Projektgeschäft verlässt sich der Feuerfest-Spezialist ebenfalls zunehmend auf seinen Dienstleister. „Wenn die Verladeindustrie umweltschonende Transportwege nutzen soll, muss das Schienenwesen den damit verbundenen Anforderungen auch gerecht werden”, fordert er. Mit SBB Cargo hat RHI einen Dienstleister gefunden, der dieser Herausforderung gerecht wird und dazu beiträgt, die Umweltbilanz des Unternehmens weiter voran zu bringen. Logistikspezialist Ewald Rampler kann sich damit ganz entspannt auf die nächste Bikingtour vorbereiten.
http://www.rhi-ag.com/internet/de/refractories/Rohstoffe/Rohstoffverkauf/Rohstoffverkauf.html
Bis ins Jahr 1881 reichen die Wurzeln der RHI zurück. Der Weltmarktführer stellt jährlich 2 Millionen Tonnen Rohstoffe und feuerfeste Materialien für Hochtemperaturprozesse her, die unter anderem in Stahlindustrie, bei Zement-, Kalk- und Glasherstellung, in Umwelt- und Energietechnik sowie der chemischen Industrie eingesetzt werden. Knapp 8.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Jahresumsatz von etwa 1,3 Mrd. Euro. Mit 32 Standorten auf 4 Kontinenten ist die effektive Transportlogistik ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Unternehmensführung.
Stichhaltige Datenbasis für das Umweltmanagement
RHI ist einer der ersten Kunden, für den SBB Cargo ein Emissionsreporting erstellt hat. Dadurch erhält das österreichische Unternehmen den direkten Nachweis, wie viele Emissionen durch den Bahntransport mit SBB Cargo im Vergleich zum LKW vermieden worden sind. So hat RHI im vergangenen Jahr durch den Bahntransport zusätzlich 590 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen und damit 64% eingespart. Der Primärenergieverbrauch in Litern Dieseläquivalent betrug 181′600, was im Vergleich zum LKW-Transport eine Einsparung von 200′000 Litern bzw. 54% bedeutet (Quelle: EcoTransIT). Mit diesem Service stehen nun die notwendigen Daten für das betriebliche Umweltmanagementsystem bei RHI bereit. „Damit verfügen wir über stichhaltiges Zahlenmaterial, um unser Umwelt-Engagement im Logistikbereich objektiv zu belegen”, freut sich Ewald Rampler, Competence Center Transport.
RHI [PDF-Datei 0,10MB]
Tags:BALLON, Emissionsreporting, RHI, Supply-Chain-Netzwerk