SBB Cargo in Kooperation mit Josef Wiechers GmbH: Vier Generationen – eine Marschrichtung.
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Hier gibt es nichts, was klein ist. Die Plattform in Duisburg ist ein Umschlagplatz der Superlative. Dass dabei ohne Modernisierung nichts läuft, ist für Hans-Werner Wiechers, Geschäftsführer der Josef Wiechers GmbH, klar. Das Familienunternehmen betreibt die Plattform in Duisburg und blickt sowohl auf eine lange Tradition als auch auf große Veränderungen zurück. Schließlich war der Großvater und Gründer der Firma noch mit Pferd und Wagen unterwegs.
„Kundenwünsche berücksichtigen, technisch auf dem neusten Stand sein, stetig investieren”, nennt Hans-Werner Wiechers drei Parameter, ohne die ein Logistikunternehmen heute keine Zukunft hat. Parameter, die im Jahre 1904, als der Familienbetrieb gegründet wurde, „weitaus weniger Bedeutung hatten als heutzutage”. Mit der Fertigstellung einer neuen Stahllogistikanlage in Duisburg Rheinhausen trägt die Josef Wiechers GmbH den modernen Anforderungen jedoch wieder einmal Rechnung. Dass solche Anpassungen zum Alltag gehören, ist für den Geschäftsführer eine Normalität, die zum Leben gehört. „Mir selbst geht es ja auch so”, schmunzelt der gelernte Speditionskaufmann, „früher habe ich gerne Tennis gespielt, heute gehe ich lieber wandern oder lese.”
Während seine privaten Bahnen und Hobbies aber eher ruhiger werden, vollzieht sich auf der Plattform genau der gegenteilige Trend: Hier wird immer mehr an Tempo zugelegt. So sieht er einem geplanten Fahrplanwechsel von SBB Cargo gelassen entgegen. Ziel der Maßnahme ist es, die Anzahl der Züge zu erhöhen. Für den Plattformbetreiber sind solche Optimierungen „normales Tagesgeschäft”. Schließlich steht die Zufriedenheit der Kunden an erster Stelle. Dazu gehört auch das gemeinsame Erarbeiten von Lösungsvorschlägen, Verbesserungsmaßnahmen und neuen Konzepten. Die Kunden, so die Erfahrung von Wiechers, seien zunehmend bestrebt, das gesamte Leistungsspektrum einem Logistiker in die Hand zu geben, der zudem über das entsprechende Equipment und Know-how verfüge. Deshalb wurde in dem mittelständischen Familienunternehmen, das durch die jahrzehntelange Erfahrung und Zusammenarbeit mit der Eisen- und Stahlindustrie geprägt ist, auch ein zentral gesteuertes Produktmanagement aufgebaut. Die Vorteile dabei: kurze Leitungswege, eine durchgängige Laufverfolgung der Aufträge und, dadurch bedingt, garantierte, termingerechte Leistungen.
Die Partnerschaft passt.
„Durch die neue Anlage erhöht sich nicht nur die Umschlagkapazität, sondern vor allem auch die Umschlaggeschwindigkeit”, freut sich Hans-Werner Wiechers. Da die einzelnen Hallenschiffe mit jeweils zwei Krananlagen bestückt sind, die zwei LKW-Fahrstraßen und die Doppel-Gleisanlage parallel bedienen, „können wir jetzt allein auf der Schiene damit bis zu 80 Waggons pro Tag be- oder entladen, ohne dabei die LKW-Abfertigung in irgendeiner Weise zu beeinträchtigen”, veranschaulicht Hans-Werner Wiechers das erreichte Potenzial.
Neue Töne der nächsten Generation.
Für SBB Cargo ist Duisburg Rheinhausen damit eine der größten und wichtigsten Plattformen. „Mit einer hervorragenden und zuverlässigen Zusammenarbeit”, lobt Roland Pfaffen, Leiter Produktionsplanung und -steuerung bei SBB Cargo in Duisburg, die Kooperation mit seiner Logistik-Partnerin. „Seit wir uns 2005 gefunden haben, ziehen wir aus Überzeugung an einem Strang”, so auch Hans-Werner Wiechers. Das erklärte gemeinsame Ziel: Den Warenverkehr weiter professionalisieren und die Plattform permanent den jeweiligen Anforderungen entsprechend zu gestalten.
Dass hier noch weitere Zukunftsmusik möglich ist, verdeutlicht allein die Lage. Angesiedelt im weltgrößten Binnenhafen, ist diese Plattform direkt verbunden mit den Westhäfen der Nordsee. Gleichzeitig ist der Standort ein wichtiger Knotenpunkt für alle Güterverkehre in den Süden Europas. Die größten Kunden auf der Plattform kommen aus der Stahlbranche. „Im Grunde treffen sich bei uns alle führenden Stahlkonzerne, -verarbeiter und -händler”, so Wiechers. Sie schlagen Coils, Paketbleche, Rohblöcke und Rohre um. Bei solchen Schwergewichten spielt auch die Beladungssicherheit eine große Rolle. Nicht zuletzt deshalb gehört die Weiterbildung und Schulung der Mitarbeiter für den Vorstand des Familienunternehmens mit zu den wichtigsten Aufgaben. Denn in einem modernen Logistikunternehmen, so die Überzeugung, müsse nicht nur die technische Ausbildung auf dem neuesten Stand sein, sondern ebenfalls die Verwaltung, die EDV und jeder einzelne Angestellte.
Derart gerüstet, schätzt Wiechers die Aussichten des Unternehmens sehr positiv ein und blickt gelassen in die Zukunft. „Die Kooperation mit SBB Cargo hat sich von Anfang an positiv entwickelt und ist auch aktuell auf einem guten Gleis”, ist Hans-Werner Wiechers zufrieden. Einen weiteren Zukunftsgarant hat er in seiner Tochter Verena. Die 25jährige Betriebswirtin arbeitet schon jetzt mit ihm zusammen in der Kundenbetreuung und im allgemeinen Tagesgeschäft. „Sie wird das Unternehmen in vierter Generation weiterführen”, verkündet der Senior eine bereits beschlossene Sache. Dabei ist ihm auch klar, dass „die junge Generation manche Dinge sicherlich anders machen wird”. Schließlich hat seine Tochter schon heute einige andere Ideen, die sie lebhaft diskutieren. „Das war auch schon zwischen mir und meinem Vater so”, erinnert sich der heute 66jährige Unternehmer und fügt hinzu: „Das muss auch so sein.” Eine Einschätzung, die mehr als deutlich macht, dass Innovationen für ihn selbstverständlich sind.
Die Plattform Duisburg Rheinhausen in Zahlen:
Die Josef Wiechers GmbH betreibt in Duisburg Rheinhausen ein Logistikzentrum nach dem neusten Stand der Technik. Ihre Kapazitäten können sich sehen lassen: 53.000 Quadratmeter Grundstücksgröße, 17.500 Quadratmeter gedeckte und beheizte Lagerfläche für Stahlprodukte, fast 1000 Meter Umschlagsgleise, davon 250 Meter gedeckte Gleise für die Ganzzug-Abfertigung. Acht Krananlagen von 25 Tonnen bis 40 Tonnen Tragkraft mit Coilzangen, teilweise mit ausschiebbaren Pratzen für Spaltmaterial, diverse Traversen bis 32 Tonnen sowie zwei Hubstapler bis sechs Tonnen komplettieren die Ausstattung.
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Tags:Logistikzentrum, Stahllogistikanlage