GISA: GIS-Datenströme fließen vom Rhein an die Saale

GIS-ESW [PDF-Datei 22 KB]

nutzt Teil-Outsourcing bei temporärem Engpass

Eingesetzte Produkte: Smallworld Geoinformationssystem (GIS)

Normalerweise ist die Entscheidung für Outsourcing mit großem planerischen Aufwand und einer umfangreichen Aufwands- und Nutzenschätzung verbunden und wird selten spontan getroffen. Schließlich geben Unternehmen ein gutes Stück an aufgebauten Ressourcen, zum Teil sensible Unternehmensdaten und Fachwissen an externe Dienstleister ab. Outsourcing kann aber auch kurzfristig Abhilfe bei akut auftretenden IT-Problemen schaffen. Hierbei geht es eher um abgegrenzte Bereiche, deren Auslagerung keine Kerngeschäftsprozesse betreffen. Die EnergieSüdwest AG hat sich für eine solche Teilauslagerung entschieden.

Der Energieversorger betreibt in Landau ein eigenes Rechenzentrum und hat dort das Smallworld Geoinformationssystem (GIS) im Einsatz. Das Datenbanksystem dient zur Verwaltung von geografischen und topologischen Informationen. Personelle Engpässe führten dazu, dass das Servermanagement und die Anwenderbetreuung für GIS nicht mehr durch eigene IT-Mitarbeiter sichergestellt werden konnte.

Die ESW haben sich entschieden, den Betrieb des GIS-Systems an die GISA GmbH aus Halle (Saale) zu übergeben, da das Unternehmen bereits aus einem Archivierungsprojekt bekannt war. Dazu sollte die GIS-Applikation in Landau analysiert und identisch konfiguriert im Rechenzentrum der GISA wieder zur Verfügung gestellt werden. Der First-Level-Support für das System und die Koordination des Second-Level-Supports für Wartung und Anwenderbetreuung sollten anschließend ebenfalls von der GISA übernommen werden.

In einem Pilotprojekt wurde das System in Landau zunächst analysiert und eine Kopie des Datenbe-stands in Halle auf einem leistungsstarken Citrix-Server installiert. Eine erste Produktivsetzung schei-terte zunächst, da in der Testphase nicht alle Abläufe überprüft werden konnten und deshalb die Kon-figuration noch nicht perfekt war. Nach einer Verlängerung der Tests um 2 Wochen und Modifikatio-nen der Serverkonfiguration wurde das neue GIS am Standort Halle produktiv gesetzt. Die Daten-übernahme vom Altsystem in Landau erfolgte in nur drei Tagen. Der Produktionsausfall war daher nur sehr gering. Der GIS-Server ist mit den Arbeitsplätzen in Landau über eine VPN-verschlüsselte Inter-netverbindung verbunden. Das bedeutet, dass die Anwendung komplett auf dem Server bei der GISA in Halle läuft und lediglich ein Abbild über Internet an die Arbeitsplätze überträgt. Das ist zugleich die Besonderheit am Projekt, denn normalerweise benötigt ein Geoinformationssystem umfangreiche Netzwerkressourcen. Durch die Webfähigkeit der Lösung genügt eine gesicherte Internetverbindung, um reibungslos und schnell mit GIS arbeiten zu können.

Bei der arbeiten derzeit vier Angestellte mit dem neuen GIS. Insgesamt können bis zu 10 Mitarbeiter das neue Auskunftssystem nutzen.

Vorteile

  • Die EnergieSüdwest AG nutzen ein leistungsstarkes, verbessertes Geoinformationssystem.
  • Sie erhalten Betrieb und First-Level-Support zentral aus einer Hand.
  • Eigene IT-Mitarbeiter müssen sich nicht in das neue System einarbeiten und haben Freiraum für andere Aufgaben.
  • Die webfähige Lösung spart Ressourcen, z. B. bei der Erweiterung von Festplattenspeicher oder dem Aufrüsten eigener Servertechnik.

Nach den Erfahrungen aus zwei Projekten mit der GISA hat sich die Energie-Südwest AG zu einer weiteren Zusammenarbeit entschieden. Die Landauer möchten eine neue Instandhaltungssoftware einführen. Diese benötigt Daten aus dem GIS, den Betrieb der Schnittstelle und die Durchführung des Exports übernimmt die GISA.


EnergieSüdwest AG ist ein regionales Energiedienstleitungsunternehmen, das die Menschen in und um Landau in der Pfalz mit Strom, Erdgas, Wasser und Wärme beliefert. Insgesamt kann Energie-Südwest AG auf eine 140 Jahre dauernde Geschichte zurückblicken. 1999 - im Jahre der Liberalisie-rung des Strommarktes - ist der damalige Alleineigentümer, die Stadt Landau in der Pfalz, ein Joint Venture mit dem Berliner Energieversorger eingegangen: aus den damaligen Stadtwerken Landau in der Pfalz GmbH wurde die Aktiengesellschaft mit Namen EnergieSüdwest gegründet.

GISA GmbH
Mit über 400 Mitarbeitern bietet die GISA deutschlandweit Prozess- und IT-Beratung und integriert standardisierte oder individuelle IT-Lösungen. Ein vielfach zertifiziertes Rechenzentrum und ITIL-konforme Serviceprozesse machen GISA außerdem zu einem zuverlässigen Outsourcingpartner. Der Hauptsitz ist in Halle (Saale), weitere Standorte und Regionalbüros befinden sich in Chemnitz, Cott-bus, Markkleeberg, Berlin und Frankfurt am Main.

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